Garnelen Ceviche aus Ecuador
Ceviche ist eines der bekanntesten Gerichte Südamerikas und gehört vor allem in Peru und Ecuador einfach dazu. Mittlerweile gibt es aber auch in vielen anderen Ländern entlang der Pazifikküste ganz eigene Varianten. Mal wird es mit Fisch, mal mit Garnelen, Muscheln oder anderen Meeresfrüchten zubereitet. Während das peruanische Ceviche meist aus rohem Fisch besteht, verwendet man in Ecuador häufig bereits gegarte Garnelen. Außerdem ist die Marinade dort oft etwas milder und saftiger – mit Tomaten, Kräutern und viel frischem Limettensaft. Genau das macht die ecuadorianische Variante so herrlich sommerlich und erfrischend.
Für uns war es das dritte WM Gericht, in diesem Jahr. Da Deutschland, im dritten Spiel, gegen Ecuador antrat, gab es bei uns natürlich eine ecuadorianische Variante des Ceviche.
Ich habe uns Käse Tacos und Chips dazu gemacht. Das hat hervorragend gepasst, gerade zu einem Fußballabend.
Die Zutaten und die Zubereitung des Ceviche
Ich habe die Garnelen in einer gewürzten Kokosmilch gegart. Das gibt ihnen noch einmal eine ganz eigene Note, die sich super in dem Ceviche macht.
Allerdings habe ich auch eine Verwendung für die Kokosmilch, die ich bereits vorher auf dem Schirm hatte. Bei uns wird daraus eine Garnelensoße zu Hühnernudeln und eine Basis für eine Suppe entstehen. Ich habe den Sud aber jetzt auch erst einmal eingefroren und werde ihn auftauen, wenn ich ihn benötige.
Wenn du Kokosmilch in der Dose kaufst, nutze immer die vollfette Sorte. Die Light Sorten sind wirklich nur mit Wasser verdünnt. Das kannst du zu Hause auch selbst machen und der Preis ist immer der gleiche.
Wenn dir das mit der Kokosmilch zu viel Aufwand ist oder du keine Verwendung dafür hast, dann brate die Garnelen mit dem Salz und dem Knoblauch (dann gerieben), einfach in etwas Butterschmalz, in einer Pfanne.
Die Tomaten habe ich vorher angeröstet. Das Röstaroma gibt nochmal eine eigene Note und die Tomaten werden schön weich. Ich habe sie dann einfach über den kleinsten Würfelaufsatz des Nicer Dicer gedrückt und hatte so quasi schon eine Soße. Wenn du keinen Nicer Dicer hast, kannst du sie auch einfach mit einer Gabel zerdrücken und „den Matsch“ dann zu deinen Garnelen geben.
Die Zwiebeln, die Paprika, die Avocado und den Knoblauch habe ich ebenfalls mit dem kleinsten Würfelaufsatz des Nicer Dicer zerkleinert. Du kannst aber auch alles mit dem Messer sehr fein würfeln und den Knoblauch reiben.
Ich bin aktuell ein absoluter Fan von Radieschen Sprossen. Sie liefern eine feine Radieschennote, ohne zu scharf oder zu dominant zu sein. Wenn du keine Sprossen anbauen möchtest und dein Supermarkt keine verkauft, dann hacke einfach 2–3 Radieschen ganz fein und füge sie hinzu.
Bei dem Koriander scheiden sich ja immer die Geister. Ich liebe ihn, für andere schmeckt er nach Seife. Wenn du zur zweiten Fraktion gehörst, dann nutze einfach Petersilie.
In ein original ecuadorianisches Ceviche kommt frischer Orangensaft. Der ist natürlich nicht Keto. Ich habe immer Orangen zum fermentieren stehen und habe einfach das Wasser davon genommen. Das schmeckt wirklich super lecker und passt toll dazu. Möchtest du jetzt nicht unbedingt extra Orangen fermentieren, dann nutze eine Limette mehr und wenn du es da hast, ein bisschen Orangen Aroma.
Das Chilipulver das ich genutzt habe, war eine selbstgemachte Gewürzmischung. Chilis und Thai Basilikum aus dem Garten mit Zitrone. Das hatte ich letztes Jahr gedörrt und vermahlen. Das passt richtig gut dazu, war aber auch ganz schön scharf. Wenn du es nicht so scharf magst oder gerade frische Chilis da hast, dann nutze die oder lasse das Chilipulver einfach weg.
Ich habe einen TL Allulose hinzugegeben. Das kommt immer etwas darauf an wie viel Säure das Orangenwasser und die Limetten mitbringen. Am besten schmeckst du einfach ab.
Wenn du keine Allulose da hast, kannst du auch sehr feines Stevia Erythrit Puder nutzen.
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